Life careerism

Christian Lindner, Leiter Engineering Netze bei Axpo

„Sich selbst zu kennen und rechtzeitig neue Energie zu tanken, ist wichtig“ Christian Lindner

„Sich selbst zu kennen und rechtzeitig neue Energie zu tanken, ist wichtig“ Christian Lindner

Für Christian Lindner bringt der Wandel im Energiemarkt neue Impulse und interessante Aufgaben mit sich. Besonders spannend findet er die multidisziplinäre Zusammenarbeit.

Wie geht man als Führungskraft in der Energiebranche mit der eigenen Energie um?

Der Leistungsdruck ist in den letzten Jahren generell angestiegen. Dazu gibt es Phasen, die kräftezehrender sind als andere. Im Moment ist zum Beispiel ein Abteilungsleiter aus meinem Team im Sabbatical. Dies bringt auch zusätzliche Aufgaben für mich – in einer bereits sehr gefüllten Agenda. Trotzdem finde ich es gut, dass Axpo solche Freiräume bietet. Ich selbst mache intensiv Yoga. Daher weiss ich, wie wichtig es ist, rechtzeitig neue Energie zu tanken – und zwar im Geschäft wie auch privat.

Und wie werden Sie bei Axpo dabei unterstützt?

Axpo hat zum Beispiel ein Training zum Thema „Achtsamkeit und emotionale Intelligenz“ in ihr Weiterbildungsprogramm aufgenommen. Mitarbeitende und Führungskräfte werden energetisch unterstützt und in Krisensituationen gestärkt. Die Resonanz auf dieses Angebot ist enorm: Laut einer Umfrage kennen vierzig Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Kurs. Darüber hinaus bietet Axpo viele Möglichkeiten, um sich weiterzuentwickeln und in neue Themen hineinzuarbeiten. Auch hieraus gewinnt man neue Motivation.

Wie haben Sie den Wandel im Energiemarkt erlebt?

Sehr intensiv. Ich war erst zwei Tage bei Axpo, als 2007 die neue Stromversorgungsverordnung vorbereitet wurde, die dann 2009 in Kraft trat. Auch wir waren von der Überführung des Übertragungsnetzes an Swissgrid betroffen – ein teilweise schwieriges „Loslassen“ von Verantwortungen und Kompetenzen. Später begann der Umbau der Geschäftseinheit Engineering vom Inhouse-Ingenieur zum Dienstleister im Drittmarktgeschäft. Die Prozesse wurden komplett neu aufgesetzt, was wieder eine grosse Umstellung für alle Mitarbeitenden bedeutete. In der Zwischenzeit sind wir als Dienstleister erfolgreich auf dem Drittmarkt tätig. Nun bringt das revidierte Energiegesetz von 2017 neue Herausforderungen und Chancen mit sich, zum Beispiel durch den Ausbau der erneuerbaren Energien. Langweilig wird es bei Axpo also nie.

Welche Perspektiven haben sich dadurch für die Mitarbeitenden der Axpo aufgetan?

Für mich überwiegen klar die positiven Faktoren: Wir sind heute wesentlich multidisziplinärer aufgestellt. So bieten wir nicht nur Elektroingenieuren, Maschinenbauern und Naturwissenschaftlern spannende Themenfelder, sondern auch Informatikern und Betriebswirtschaftlern. Und wir arbeiten an wichtigen Zukunftsthemen mit – wie der Bereitstellung von sicheren Datennetzen und dem Aufbau des Projektgeschäfts für Grossbatteriespeicher.

Was würden Sie jungen Talenten gerne mit auf den Weg geben?

Ich würde ihnen raten, die eigene Karriere nicht zu minutiös zu planen und sich stattdessen auf die Gegenwart zu konzentrieren. Wichtig dabei ist, dass man offen für Neues ist und den Austausch mit anderen Kolleginnen und Kollegen pflegt – auch interdisziplinär.

ZUM UNTERNEHMEN: Axpo ist die grösste Schweizer Produzentin von erneuerbaren Energien. In der Schweiz und in über 30 Ländern tätig, ist Axpo international führend im Energiehandel und in der Entwicklung massgeschneiderter Energielösungen.
ANZAHL ANGESTELLTE: 4’293.
PERSONALBEDARF: Jobmöglichkeiten für Personen mit einem technischen, betriebswirtschaftlichen oder naturwissenschaftlichen Hintergrund.
WEGE IN DAS UNTERNEHMEN: Traineeprogramm, Direkteinstieg, Praktika & Diplomarbeiten.
BEWERBUNG: www.axpo.com/jobs

TEXT: Ute Liebig
FOTO: Jon Godwin